Und wie hören Sie? - Bewusstsein für Hörgesundheit steigt

23.02.2018

Am Samstag, 3. März, ist der Welttag des Hörens! Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie und Hörakustiker werben an diesem Tag für eine Vorbeugung und frühzeitige Versorgung von Hörminderungen.

Die gesundheitlichen Risiken einer unbehandelten Hörminderung sind erheblich. Studien aus Frankreich und den USA sehen bei älteren Menschen einen Zusammenhang zwischen unversorgter Schwerhörigkeit und abnehmenden kognitiven Leistungen, sogar das Risiko, an Demenz zu erkranken, sei durch einen unbehandelten Hörverlust deutlich erhöht. Auch die durch eine unversorgte Hörminderung mögliche soziale Isolation gilt als Risikofaktor, zum Beispiel für Depressionen.

Um die Risiken zu mindern und Menschen zur Hörvorsorge zu animieren, hat der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI) und das Marktforschungsunternehmen Kantar TNS anlässlich des Welttag des Hörens eine repräsentative Studie erhoben. Die Studie verdeutliche, dass der Hörgesundheit in Deutschland wachsende Aufmerksamkeit geschenkt werde und ihre Bedeutung für ein gesundes, selbstbestimmtes Leben zunehmend erkannt werde. Eine regelmäßige Vorsorge sei jedoch noch nicht für alle Menschen selbstverständlich.

Hörminderung keine Seltenheit mehr

Die Studie zeige, dass Hörminderungen keine Ausnahmeerscheinung sind, so Dr. Stefan Zimmer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Hörgeräte-Industrie (BVHI). Demnach kennen Sechs von zehn Befragten (59 Prozent) Personen mit Hörminderung in ihrem Umfeld, 87 Prozent davon mit mittleren bis schweren Beeinträchtigungen. Dass inzwischen mehr als zwei Drittel der Befragten (71 Prozent) bereits einen Hörtest gemacht hätten, zeige die gestiegene Sensibilität für das Thema. Für viele Menschen bestehe allerdings noch Aufklärungs- und Handlungsbedarf. Nicht einmal jedem Dritten (30 Prozent) der Befragten sei bekannt, dass eine unbehandelte Hörminderung weitere gesundheitliche Risiken berge.

Hörgeräte überzeugen
Immer mehr Menschen sind der Studie nach davon überzeugt, dass Hörgeräte für die Gesunderhaltung wichtig sind. 89 Prozent der Befragten (2017: 87 Prozent) gaben an, dass Hörgeräte die Lebensqualität der Nutzer steigern würden. Entsprechend steige auch ihre Akzeptanz: 82 Prozent (2017: 80 Prozent) hielten moderne Hörgeräte für dezent und unauffällig, 76 Prozent (2017: 75 Prozent) empfinden sie als leicht und erkennen einen hohen Tragekomfort.

In einem von Kommunikation und Mobilität geprägten Zeitalter wird Hören immer wichtiger und die Beeinträchtigung durch eine Hörminderung deutlicher spürbar. 80 Prozent der Befragten (2017: 76 Prozent) haben demnach angegeben, die Hörminderung nicht nur als bloße Unannehmlichkeit, sondern als ziemlich oder sehr starke Beeinträchtigung zu empfinden. Wer etwas dagegen unternimmt, wird gelobt und respektiert. Personen mit Hörgeräten werden laut TNS-Umfrage von 41 Prozent der Befragten (2017: 41 Prozent) als vorbildlich wahrgenommen, weil sie auf sich und ihr Umfeld achten. Auch den offenen Umgang mit einer Hörminderung sehen die Befragten mit Respekt. Diejenigen, die eine Schwerhörigkeit als gesundheitlichen Makel oder Alterserscheinung betrachten, seien demnach in der Minderheit. Auch die technische Entwicklung trägt zu einem positiven Image von Hörgeräten bei. Neun von zehn Befragten der TNS-Umfrage (91 Prozent) gaben an, sich schon aufgrund von technischen Funktionen leichter zum Tragen eines Hörgeräts bewegen zu lassen, sollten sie eine Hörminderung feststellen.

Hörakustiker wichtig für erfolgreiche Versorgung

Einen wesentlichen Anteil am steigenden Bewusstsein für die Hörgesundheit sehen die Mitglieder des Qualitätsverband Pro Akustik an der guten Arbeit der Hörakustiker. In den Meisterbetrieben, die sich dem Verband angeschlossen haben, wird mit Vorträgen und kostenlosen Hörtests viel Aufklärungsarbeit geleistet. Wer wissen will, wie gut er hört ist ebenso in die Betriebe eingeladen wie alle, die sich über Gehörschutz und Hörgeräte informieren möchten – nicht nur am Welttag des Hörens, sondern an jedem Werktag zu den Ladenöffnungszeiten.

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